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Positionspapier des ZDB zur Energieeffizienz

Der Ausschuss Umwelt, Technik und Unternehmensentwicklung des Zentralverbands des Deutschen Baugewerbes (ZDB) hat das vom ZDB-Arbeitskreis erarbeitete Positionspapier zur Energieeffizienz verabschiedet.

Keine Verschärfung der Anforderungen an den Neubau

Hinsichtlich der Fortschreibung der Energieeinsparverordnung enthält das Positionspapier die Forderung, dass keine Verschärfung der Anforderung an den Neubau sowie den Gebäudebestand über das Niveau, das seit dem 01. Januar 2016 gilt, umgesetzt werden soll. Dies entspricht dem ZDB-Vorstandsbeschluss. Damit sieht der ZDB das Niveau des Niedrigstenergiegebäudes erreicht, wie es gemäß EU-Richtlinie für Neubauten ab 2021 vorgesehen ist.

Zur Energieberatung wird auf die umfassende Qualifikation des Gebäudeenergieberaters im Handwerk (Gebäudeenergieberater HWK) eingegangen und unter anderem die Gleichstellung mit Architekten und Ingenieuren gefordert. Die Förderung von Neubauten mit Passivhausstandard bzw. als Plus-Energiehäuser sowie die Förderung der energetischen Modernisierung durch eine steuerliche Komponente wird zur Motivation der Bauherren und Gebäudeeigentümer als notwendig angesehen. Eine objektive Berichterstattung durch die Presse wird angemahnt.

Dem Positionspapier sind zur Untermauerung statistische Daten aus dem dena-Gebäudereport 2015 beigefügt.

Graue Energie, Sanierungsfahrpläne und Nachweisverfahren

Auf dem Arbeitsprogramm des ZDB-Arbeitskreises stehen des Weiteren die Frage der Einbindung der grauen Energie bzw. der Lebenszyklusbetrachtung, die Ausgestaltung von Sanierungsfahrplänen sowie die Vereinfachung des Nachweisverfahrens. Darüber hinaus wird der Arbeitskreis die Umsetzung des nationalen Aktionsprogramms Energieeffizienz (NAPE), das Aktionsprogramm Klimaschutz 2020 (APK) sowie den Klimaschutzplan 2050 (KSP 2050) begleiten.