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Hochwertige Qualifikation im Bereich Baumaschinen

Bauunternehmer sind verantwortlich für die Auswahl und Unterweisung ihrer Baumaschinenführer. Der Nachweis kann durch eine entsprechende Aus- oder Weiterbildung erfolgen. Absolventen entsprechender Lehrgänge an der Bayerischen BauAkademie erhalten einen Ausweis in Scheckkartenformat.

Baugeräte- und Baumaschinenführer tragen im Umgang mit ihrem Großgerät eine erhebliche Verantwortung für Menschen und Umwelt, die besondere Fachkenntnisse und Erfahrungen voraussetzt. Eine Ausbildung zum Baugeräteführer oder eine einschlägige Weiterbildung zum geprüften Baumaschinenführer oder zum geprüften Turmdrehkranführer bietet allgemein anerkannte und empfehlenswerte Möglichkeiten zum Nachweis einer geeigneten Unterweisung unter anderem nach dem Arbeitsschutzgesetz. Verantwortlich für die Auswahl der Baumaschinenführer und deren Unterweisung sind ausschließlich die Unternehmer. Die bauwirtschaftlichen Verbände und die BG BAU empfehlen jedoch, die Absolvierung von entsprechenden Weiterbildungsangeboten oder die berufliche Ausbildung zum Baugeräteführer. Diese Weiterbildungsangebote nach ZUM Bau werden durch die BG BAU gefördert.

Weiterbildung zum geprüften Baumaschinenführer

An der Bayerischen BauAkademie werden etablierte und stark frequentierte Weiterbildungsangebote zum geprüften Baumaschinenführern angeboten. Diese Lehrgänge zum Baumaschinenführer sind vom Zulassungsausschuss für Prüfungsstätten von Maschinenführern in der Deutschen Bauwirtschaft (ZUM Bau) anerkannt und werden nach den Richtlinien und Vorgaben der Verbände der Bauwirtschaft (ZDB und HDB) durchgeführt.

In der Fachabteilung Baumaschinentechnik werden im Bereich Tiefbau unter anderem Kurse und Seminare zur Einweisung und Unterweisung an Erdbaumaschinen, zum geprüften Bagger- und Laderfahrer, zum Minibagger- oder Graderfahrer, zum geprüften Baumaschinenführer Erd- und Tiefbau und zur Mobilhydraulik angeboten. Im Bereich Hochbau finden Sie Kurse und Seminare zur Einweisung und Unterweisung an Turmdrehkranen, zum geprüften Turmdrehkranführer, zum LKW-Ladekranfahrer, zur Anschlagtechnik, zum Kranfahrer für Hallen- und Brückenkrane, zum Mobilkranführer, zum geprüften Teleskopfahrer und zum Gabelstaplerfahrer.

Ausbildung zum Baugeräteführer

Seit 15 Jahren besteht die Möglichkeit der dualen Ausbildung zum Baugeräteführer. Insgesamt bietet das Berufsbild eine für junge Menschen eine sicherlich interessante Mischung aus Bautechnik sowie Maschinen- und Elektrotechnik. Der Rahmenlehrplan für diesen Ausbildungsberuf sieht unter anderem vor, dass die Schülerinnen und Schüler

  • Bauteile und Bauwerke im Hoch-, Tief-, Straßen- und Spezialtiefbau herstellen,
  • Baugeräte in Betrieb nehmen, führen und außer Betrieb nehmen,
  • Bauteile, Baugruppen und Systeme von Baugeräten handhaben,
  • Baugeräte warten sowie mit Hydraulikölen, Kraft- und Schmierstoffen sachgerecht umgehen,
  • Maßnahmen und Grundsätze des Umweltschutzes und der rationellen Energieverwendung betrachten.
  • Grundsätze und Maßnahmen der Arbeitsschutzes zur Vermeidung von Gesundheitsschäden und Unfällen und zur Vorbeugung von Berufskrankheiten beachten

Ausbildungsberechtigt sind alle Betriebe im Hoch- und Tiefbau, die eigene Baumaschinen haben, bzw. sich für ihre Bauprojekte regelmäßig entsprechende Baumaschinen ausleihen. Als Ausbildereignung ist die übliche Meisterausbildung (Mauer, Beton-/Stahlbetonbauer, Straßenbauer, etc.) oder eine entsprechende Bauingenieurausbildung erforderlich.

Die Ausbildung dauert drei Jahre und findet wie üblich blockweise an unterschiedlichen Lernorten statt. Die Berufsschule dauert im 1. Lehrjahr acht Wochen, im 2. Lehrjahr sechs Wochen und im 3. Lehrjahr vier Wochen und findet im Staatlichen Berufszentrum Neuburg an der Donau statt. Die überbetriebliche Ausbildung dauert im 1. Lehrjahr insgesamt 16 Wochen, im 2. Lehrjahr 14 Wochen und im 3. Lehrjahr sechs Wochen.

Diese findet in Kooperation an den Standorten Bayerische BauAkademie und dem Bauindustriezentrum Stockdorf statt.

Geprüfter Turmdrehkranführer für Auszubildende in der Bauwirtschaft

Weniger bekannt ist, dass neben den Weiterbildungsangeboten für gewerbliche Arbeitnehmer auch durch Auszubildende der bauhandwerklichen Berufe (Mauer, Beton- Stahlbetonbauer etc.) im Rahmen ihrer dualen Ausbildung ein dreiwöchiger Lehrgang zum Geprüften Turmdrehkranführer an der Bayerischen BauAkademie belegt werden kann.

Die Prüfung erfolgt nach den Vorgaben des ZUMBau. Die Auszubildenden erhalten damit eine in der Deutschen Bauwirtschaft und von der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt allgemein anerkannte Bescheinigung zum Führen von Turmdrehkranen.

Der Lehrgang beinhaltet Theorie wie Antriebe, Hydraulik, elektrische Systeme, Tragmittel, Sicherheitstechnik und Unfallverhütung, Standsicherheit, Auswahl und Einsatz geeigneter Lastaufnahme- und Anschlagmittel sowie praktische Übungen an verschiedenen Turmdrehkranen. Der Lehrgang wird wie die überbetriebliche Ausbildung über die SOKA-BAU gefördert.

Als führende Fort- und Weiterbildungseinrichtung des Baugewerbes kennt die Bayerische BauAkademie die anstehenden Themen. Das Angebot reicht von Unterweisungen, Informationsveranstaltungen, qualifizierten Fachausbildungen bis hin zu vertiefenden Fort- und Weiterbildungen für Spezialisten auf den Gebieten Baumaschinentechnik, Bautechnik, Management und Recht sowie EDV im Bereich Bau.