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Förderung von Modellvorhaben zum nachhaltigen und bezahlbaren Bau von Wohnungen

Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) fördert ab sofort den Bau von Modellvorhaben für bezahlbare Wohnungen für Studierende mit bis zu 500 €/qm.

Das BMUB fördert ab sofort Modellvorhaben zum nachhaltigen und bezahlbaren Bau von „Variowohnungen“. Mit dem Förderprogramm für kleine modulare Wohneinheiten, sogenannte „Variowohnungen“, reagiert das Ministerium auf die große Nachfrage nach Studenten- und Azubiwohnungen. Insgesamt stehen 120 Millionen Euro für die Förderung von Wohnprojekten für Studierende und Auszubildende zur Verfügung.

Bauprojekte als Forschungsvorhaben geführt

Gefördert wird der forschungsbedingte Mehraufwand von Konzepten für Modellvorhaben. Es handelt sich also nicht um die klassische Förderung von Baumaßnahmen über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Fördermittelgeber ist das BMUB. Die Projekte werden als Forschungsvorhaben geführt und von durch das BMUB berufene Arbeitsgruppen begleitet. Es sind entsprechende Berichte zu erstellen. Das Verfahren ist mit einigem bürokratischen Aufwand verbunden.

Vorgaben zur Förderung

Unter Variowohnungen im Sinne der Förderrichtlinie werden Wohnungen verstanden, die neben einem Individualraum über eine Kochgelegenheit und ein Bad/WC verfügen. Der Individualraum soll mindestens 14 m2 groß sein. Ein Individualraum mit Kochgelegenheit und Bad/WC ist ein Wohnplatz. Ein Wohnplatz sollte eine Gesamtgröße von 30 m2 nicht überschreiten. Neubauvorhaben müssen mindestens 40 Wohnplätze umfassen, Lückenschließungen in einer Blockrandbebauung mindestens 20 Wohnplätze, Umbauten von Gebäuden, die bisher nicht zu Wohnzwecken genutzt wurden, mindestens 30 Wohnplätze, Anbauten mindestens 20 Wohnplätze und Aufstockungen mindestens 10 Wohnplätze. Bei mehr als 20 Wohnplätzen sind Gemeinschaftsräume vorzuhalten (Größenordnung mind. 1,2 m2 pro Wohnplatz). Sie sind als Mehrzweckräume (gemeinsame Veranstaltungen, Fitness, Musik etc.) mit entsprechenden Nebenräumen (WC/Stuhllager) zu planen. Ein Zubehörraum mit Waschmaschinen, gegebenenfalls auch mit Wäschetrocknern, ist vorzuhalten.

Die Warmmiete (unmöbliert) darf zum Zeitpunkt der Bewilligung 260 Euro je Wohnplatz monatlich nicht überschreiten. In den Städten Berlin, Hamburg, München, Frankfurt, Stuttgart, Köln und Düsseldorf darf davon abweichend die Warmmiete 280 Euro nicht überschreiten. Daneben darf ein Möblierungszuschlag von höchstens 20 Euro je Wohnplatz monatlich erhoben werden. Die Miete und der Möblierungszuschlag dürfen erstmals am 01. Januar 2021 und dann am 01. Januar eines jeden darauf folgenden dritten Jahres erhöht werden.

Die Wohnplätze dürfen für die Dauer von 10 Jahren nur Studierenden staatlicher oder staatlich anerkannter Hochschulen, Auszubildenden und in einem Umfang unter 50 % Senioren überlassen werden.

Folgende Maßnahmen sollen beispielsweise gefördert werden:

  • innovative architektonische Konzepte und Bauweisen, die eine Bauzeit von deutlich unter 18 Monaten ermöglichen
  • Sicherstellung flexibel nutzbarer Grundrisse (mit mind. 20 m2 Fläche inkl. Individualraum/Küche/Bad), um auch Nach- und Umnutzungen zu gewährleisten
  • energetische Konzepte, die besonders günstige Warmmieten (geringe Betriebskosten) erwarten lassen

Die Fördersummen der innovativen Baumaßnahmen sind stufenweise definiert; z.B. 80 Euro/qm bei Projekten mit Bauzeiten deutlich unter 18 Monaten oder 50 Euro/qm bei der Umsetzung eines flexiblen Nachnutzungskonzeptes. Der aufsummierte Höchstbetrag der Förderung liegt bei 500 Euro/qm. (Die Förderabstufung können Sie der Tabelle in der beigefügten Richtlinie des BMUB entnehmen.)

Abgabeschluss für Projekte: 30. Juni 2016

Das Antragsverfahren ist zweistufig gegliedert. In der ersten Stufe reichen interessierte Investoren Projektskizzen ein. Hierfür werden entsprechende Formulare bereitgestellt (siehe ebenfalls in der Anlage). Projekte können bis zum 30. Juni 2016 eingereicht werden. Das BMUB trifft dann eine Entscheidung über die Förderung der eingereichten Projekte (zweite Stufe). Nach schriftlicher Aufforderung durch die Bewilligungsbehörde ist dann für jedes Einzelobjekt ein förmlicher Antrag mit prüfbaren Planungsunterlagen und Kostenberechnungen sowie einem Arbeitsplan für die Forschungsleistung zu stellen (ebenfalls mit entsprechenden Formblättern). Mit der Ausführung der baulichen Maßnahmen darf erst nach Förderzusage begonnen werden.

Die Zuwendungsmittel werden auf Basis nachweisbar entstandener Ausgaben in folgenden Stufen ausgezahlt:

  • 10 % der Fördersumme nach Baubeginn
  • 20 % der Fördersumme nach Fertigstellung Rohbau
  • 40 % der Fördersumme nach baulicher Fertigstellung (Bauabnahmebescheinigung)
  • 30 % der Fördersumme nach Vorlage des Forschungsberichtes.

Mit der Baudurchführung muss binnen sechs Monate nach Bewilligung begonnen werden.